Ball der Könige 2015

Schmucke Uniformen und farbenprächtige Ballkleider gab es im Saalbau zu bewundern. Foto: Hartmut Becker

Der "Ball der Könige" wurde zu einem rauschenden Fest mit "Änne aus Dröpplingsen" als Überraschungsgast.

Mit diesem Überraschungsgast hatte beim "Ball der Könige" am Samstag im Saalbau niemand gerechnet. Bis zur letzten Minute wurde der fulminante Auftritt von "Änne aus Dröpplingsen" als "geheime Kommandosache" behandelt. Johannes Nolte, Oberst des BSV Grürmannsheide: "Wehe ich höre zu früh davon, das wird mit mindestens einem Fass Bier bestraft!"

Als Änne dann mit ihrem "Gehwägelchen" in den Saal kam, gab es bei den Ballgästen kein Halten mehr, eine Woge der Sympathie und viel Beifall rauschte ihr entgegen.

Ein ums andere Mal sorgte "Änne aus Dröpplingsen" (alias Monika Badtke) mit viel Lokalkolorit für wahre Lachsalven.

Der Abend hatte mit dem Einmarsch der Regenten unter den Klängen des IBSV-Spielmannszuges unter der Leitung von Volker Halfmann begonnen.

Es zogen ein: Oberst Jürgen Scheuer und das Königspaar Hans und Alicja Larisch (St. Hubertus), Oberst Johannes Nolte und das Königspaar Dirk und Sabine Siebert (BSV Grürmannsheide), Major Norbert Pusch und das Kaiserpaar Werner und Karin Biecker (SV Oestrich) sowie Oberst Karl-Heinz Hunke und das Königspaar Martin und Marion Wessel (BSV Lössel).

Ball ein deutliches Zeichen für die Schützentradition

Ein ganz besonderes Willkommen galt dem SPD-Landtagsmitglied und stellvertretenden Bürgermeister Michael Scheffler, den Geistlichen der hiesigen Kirchengemeinden, Frank Niemeier (St. Kilian) und Burckhardt Hölscher (Ev. Kirchengemeinde), Gisela Wydra vom Förderverein Haus Letmathe sowie Stefan Tremmel vom Sauerländer Schützenbund. In seinem Grußwort sagte Michael Scheffler: "Der heutige Abend zeigt, dass in einem Schützenverein nicht nur alles um das Schützenhandwerk, sondern auch um die Geselligkeit geht. Nur gemeinsam lässt sich solch ein Ball auf den Weg bringen. Mit diesem Abend setzen sie ein deutliches Zeichen ihrer Verbundenheit zur Schützentradition und die heimatlichen Schützenvereine."

Die Band "High Live" aus Dortmund sorgte mit einem gelungenen Mix aus Oldies und aktuellen Hits den ganzen Abend bis in den frühen Morgen für eine volle Tanzfläche.

Für das leibliche Wohl sorgte der Oestricher Gastronom Klaus Denniger und die Bewirtung der Gäste übernahmen Frank Brückner und sein Team.

Bericht: Hartmut Becker IKZ

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  Die nächsten Termine

11.11.2017   

             

Ball der Könige im Saalbau Letmathe

Aktuelle Meldungen

Anträge auf Waffenscheine steigen sprunghaft an

Die Angst vor Terroranschlägen treibt Bürger in Deutschland massenhaft in die Waffenläden. Die Zahl der "kleinen Waffenscheine" ist um fast 50 Prozent gestiegen. Die Grünen halten das für riskant.

Nach den Terroranschlägen und Amokläufen der vergangenen Wochen wächst in Deutschland die Verunsicherung. Ein deutliches Indiz dafür ist eine erhebliche Nachfrage nach dem "kleinen Waffenschein" für Reizstoff- und Schreckschusswaffen. Die Zahl solcher Bescheinigungen ist im ersten Halbjahr um 49 Prozent gestiegen.

"Mit Stand Juni 2016 waren 402.301 kleine Waffenscheine im Nationalen Waffenregister gespeichert", teilte das Bundesinnenministerium auf Anfrage mit. Im ersten Halbjahr 2015 waren noch 269.899 Dokumente registriert worden.

Schusswaffen wurden dagegen nicht stärker nachgefragt. Die Zahl der Waffenbesitzkarten sank leicht auf 1,894 Millionen im ersten Halbjahr 2016. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 1,898 Millionen.  

Grüne sehen die Entwicklung kritisch

Den Trend zu Selbstverteidigungsmitteln bestätigen Städte wie Köln und Leverkusen. Dort nahmen die Anträge auf "kleine Waffenscheine" laut Polizei sprunghaft zu. Von Januar bis einschließlich Juli beantragten 3273 Einwohner aus Köln und der Nachbarstadt Leverkusen den Schein. Im gesamten Jahr 2015 waren es gerade einmal 547. Rund die Hälfte dieser Anträge war im Januar nach den Silvesterübergriffen auf der Domplatte eingegangen – derzeit sind es im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viele pro Monat.

2002 war der "kleine Waffenschein" nach Amokläufen an Schulen eingeführt worden. Gegen eine Gebühr wird er je nach Bundesland von der Polizei, Ordnungs- oder Landratsämtern ausgestellt. Die Behörden überprüfen die Zuverlässigkeit und Eignung der Antragsteller.

Die Innenexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, sieht diese Entwicklung kritisch. Sie fordert Verschärfungen beim Waffenschein. "Wir halten es für geboten, dass auch für den Erwerb von Reizstoffwaffen die Vorlage des kleinen Waffenscheins notwendig wird", sagte die frühere Polizistin. Bisher genügt ein Nachweis der Volljährigkeit – Kauf und Besitz der Waffen sind freigestellt. Wer sie aber mitführen will, braucht den "kleinen Waffenschein".

Waffenhändler plädieren für persönliche Beratung

Zusätzlich verlangt Mihalic höhere Standards für die Deaktivierung von Dekorationswaffen: "Es ist seit Jahren bekannt, dass diese Waffen viel zu oft, viel zu leicht wieder zu schussfähigen Waffen zurückgebaut werden können." Auch die Lagerung von Schusswaffen und Munition müsse gesetzlich strenger geregelt werden.

Ein schärferes Waffenrecht lehnt der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenhändler (VDB) ab. Das werde die Sicherheit der Bürger in keiner Weise erhöhen. "Hauptproblem sind illegale Schusswaffen, die über Schwarzmärkte und das Darknet beschafft werden", sagte VDB-Geschäftsführer Ingo Meinhard.

Nach seiner Beobachtung besorgen sich die Kunden seit den Pariser Anschlägen im November 2015 verstärkt Abwehrmittel zum eigenen Schutz: "Gekauft hat ein Querschnitt der Bevölkerung, vom einfachen Arbeiter bis zum Professor."

Sorge bereitet dem VDB der Vertrieb von Pfeffersprays über Supermärkte, Autobahnraststätten und Drogeriemärkte. "Pfeffersprays sollten im Fachhandel verkauft werden. Sie sind im Notwehrfall äußerst effektiv. Darum ist eine persönliche Beratung nötig", sagte Meinhard